90% der Troika-Kredite sind bislang nur an Großbanken und Hedgefonds geflossen. Nicht an die Griechen und in deren Wirtschaft. Jahrzehntelang nahmen die Altparteien in Griechenland gemeinsam mit der Troika billigend in Kauf, dass Großreeder und andere griechische Superreiche Steuern in Milliardenhöhe hinterzogen. Die Griechen aber haben die Verelendungspolitik der Troika mit unendlichem Leid bezahlt.
Schäuble lügt: Garnichts wurde verbessert!
Stattdessen stiegen die Schulden Griechenlands von 239,3 Mrd. € (= 107% der Wirtschaftsleistung 2007) auf 318,7 Mrd. € (= 175%der Wirtschaftsleistung 2014). Entsprechend brach die Wirtschaftsleistung um 25% ein.
Nun hat Griechenland demokratisch mit Alexis Tsipras eine junge, linke Regierung gewählt, die endlich gegen Steuerhinterziehung, gegen Korruption und gegen den „Staat als Selbstbedienungsladen“ der alten Parteioligarchen vorgeht. Und die auch an die NS-Zerstörungen und Zwangsanleihen von 11 Mrd. € erinnert, die Deutschland den Griechen seit der Nazi-Besatzung schuldet. Das neue Griechenland wird sich auch nicht mehr mit Rüstungskäufen bei Deutschland verschulden und wird aufhören mit Ausverkauf und Privatisierung öffentlicher Güter.
Führende Gewerkschafter und Wirtschaftswissenschaftler fordern nun eine Abkehr der bundesdeutschen Politik von Bevormundung und Erpressung. Attac und Blockupy laden zum 18.März nach Frankfurt.