anwesend: Martin, Urs, Brigitte, Dorothea, Sebastian, Andreas (AG Arg.),
Wolfgang, Lony, Roland Klautke, Lena bis zum 1.Beschluß (s.u.)
1. Beschluss. eine klare Mehrheit sprach sich gegen einen gesonderten
thematischen Schwerpunkt aus und für eine ausführliche Debatte über
attacberlin.
2. Titel des Plenums: KLEINER BERLINER RATSCHLAG
3. Ziele des Plenums:- Wiedergewinnung einer funktionsfähigen Struktur für
attacberlin - Kommunikation unter den Berliner Attacies
wieder mehr in Gang bringen
4. Einige wichtige Gedanken in dieser suchenden Runde:
- An verschiedenen Ecken sind Berliner Attacies aktiv, aber es läuft kaum
zusammen, man/frau puzzelt nebeneinander her
- Es gibt eigentlich viele Themen, an denen gepuzzelt wird: G8, Demo 3.6.
+ soziale Situation in Berlin, Finanzmärkte, Wasserprivatisierung,
Bahnprivatisierung,
Verschiedenes im attaCafe.....
- Sichtlich wollen viele ihre Aktivitäten im Rahmen von attac umsetzen,
aber kaum jemand möchte strukturelle Funktionen (bisherige VG) übernehmen
- leicht provokante Frage an viele Berliner Attacies als Anregung zur
Selbstreflexion: Warum bist du bei attacberlin?
5. Um die Kommunikation schon mal zu beginnen, wollen wir Thesen im Vorfeld
debattieren (Versuch eines Einstiegs dazu s.u.). Die Thesen (besser
Gedanken) sollen
ausnahmsweise über die b-info-Liste diskutiert werden, ein entsprechender
Auftrag geht deshalb an den Moderator, die Debatte diesmal durchzulassen!
6. Vorgeschlagener Ablauf des Kleinen Berliner Ratschlags:
0- Möglichst keine bzw. ganz wenige Ansagen
1. Einführung in das Thema (ReferentIn noch zu bestimmen)
2. Debatte in Kleingruppen über die bis dahin veröffentlichten Thesen mit
dem klaren Auftrag: wie könnte für attacberlin eine funktionsfähige Struktur
aussehen?
3. Plenumsdebatte und ggf. Beschlussfassung (Fabian als Moderator
anfragen)
7. Was ich vergesse habe: wollten wir nun offiziell so einladen, dass ggf.
formal richtige Wahlen durchgeführt werden können??????
8. Worst case: sollte keine neue Struktur gefunden werden und auch nicht
ausreichend VG-MitarbeiterInnen, muss das Plenum an Ende feststellen, dass
alle gesamtberliner Entscheidungen in Zukunft auf dem Plenum gefällt werden
müssen, was eine entsprechende Veränderung der zukünftigen Plena zu Folge
hätte.
Ich bitte um Änderungswünsche bzw. Ergänzungen, sollten meine
Einstiegsthesen soweit gebilligt werden, würde ich sie am Mittwoch über die
b-info-Liste schicken.
Grüße Dorothea (Entschuldigung für die Verspätung,)
(Ich bin nicht glücklich über meine Gedanken und hoffe auf
Verbesserungsvorschläge)
KLEINER BERLINER RATSCHLAG am 20.Juni 2006 : EINIGE GEDANKEN ZUM WEITERDISKUTIEREN
WARUM ein Plenum mit diesem Titel:
Auf dem letzten Plenum waren bei dem letzten TOP "VG-Wahlen" nur noch so
wenige Attaciers anwesend, dass eine Wahl keinen Sinn gemacht hätte.
Was aber noch schwerer wog, es erklärten sich praktisch nur 3 KanditatInnen
für die koordinierende Arbeit bereit, das ist eindeutig zu wenig.
Statt Weiterwurschteln kam deshalb der Vorschlag, diese Situation zum Anlass
zu nehmen für eine größere Debatte über unsere Arbeit in Berlin mit dem
Ziel, eine neue Struktur zu finden. Am 22.5. trafen sich deshalb einige,
um dieses besondere Plenum vorzubereiten und wir wollen mit diesen Thesen
einen ersten Schritt tun, um die weitgehend verstummte Kommunikation unter
uns wieder in Gang zu bringen.
Wir wollen euch schon vor dem Kleine Ratschlag zu einem regen
Gedankenaustausch ermuntern ! Also auf zu einem kollektiven Brainstorming!
Ein paar ungeordnete Gedanken/Thesen:
1. "Vielfalt ist unsere Stärke", das kann wohl jede/r von uns unterschreiben
und doch gibt es davon eine Kehrseite, die ich kurz "Verzettelung" nennen
würde.
2.Es wäre ja nicht so, dass Berliner Attacies nichts täten (auch wenn es
noch ein paar mehr AktivistInnen sein könnten). Hier ein paar Beispiels:
G8 wird vorwiegend von jungen Attacies vorbereitet
Die PG 2010 bringt sich in die Demo am 3.6. stark ein, macht auch
regelmäßig Straßenstände
Die AG Argumente ist stark am Thema Wasserprivatisierung beteiligt, mit
Ständen,Veranstaltungen, zuletzt durch Gründung eines Berliner Wassertisches
Viele AGs treffen sich zu den Themen EU, Finanzmärkte, Bahn.....
3. Viele von uns wollen also im Rahmen von Attac etwas tun und doch stockt
die Debatte unter uns über das gemeinsame Projekt, das wir mal gestartet
haben.
4. Nur mal so ein Gedanke, woran das liegen könnt:
Wir lassen unsere Wut nicht mehr zu einem gemeinsamen Schrei werden !
Vielen scheint das "Ya Basta" (es reicht!) nicht mehr zu genügen und das
obwohl doch nichts besser geworden ist.
Wir lassen uns zu schnell einschüchtern durch die Aufforderung, wir
sollten Alternativen entwickeln und dann beginnen die vielen JAs unter uns
und die Differenzen, bevor wir erstmal unsere Kräfte gesammelt hätten,um
diesem neoliberalen Umbau unserer Gesellschaft ein klares NEIN
entgegenzusetzen und zwar nicht nur durch Sprüche, sondern auch durch Taten.
Dazu gehört für mich auch der Umgang unter uns Attacies, eine andere Welt
entsteht heute.
5. Wir brauchen einen Ort, wo wir in informeller Umgebung kommunizieren,
Pläne aushecken, träumen , unsere gemeinsamen Gedanken über gelebte
Pluralität, Horizontalität, Partizipation austauschen können, so dass wieder
mehr von
uns Lust bekommen, sich direkt einzumischen.
Wie und wo entsteht dieser Raum?
6 Und gleichzeitig kommen an uns Anforderungen von außen, Anfragen etc. und
Dinge, die kurz entschieden werden müssen und dazu brauchen wir eine
Struktur. Das war die bisherige VG mit ihren Haken und Ösen. Wenn dazu jetzt
niemand mehr Lust hat stellt sich die Frage, wie wir diese Arbeit anders
strukturieren können, so dass es vielleicht sogar wieder Spaß macht.