In diesem Jahr jähren sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zum 70. Mal, ebenso das Russel-Einstein-Manifest.
Obwohl große Gefahren von der Modernisierung der Atomwaffen und den geopolitischen Konflikten ausgehen, ist das Thema weitgehend aus den Medien und der Öffentlichkeit verschwunden. Alle Atomwaffenstaaten rüsten auf. Nach intensiven Verhandlungen ist die Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags (NPT) im Mai in New York ohne Einigung zu Ende gegangen. Nach dem Scheitern der Konferenz geht eine Initiative von Österreich aus, die vielversprechend ist. Am Ende der Konferenz haben sich 107 Regierungen dazu verpflichtet, für ein Verbot und die vollständige Vernichtung von Atomwaffen einzutreten und sich dem „Humanitarian Pledge“ angeschlossen. Die Bundesregierung hat sich verweigert, diese Initiative ebenfalls zu unterstützen und versteckt sich in der Frage der Abrüstung hinter der NATO. Die Atomwaffen in Büchel sollen nicht einfach nur modernisiert werden, sondern zukünftig eine Reichweite bis Russland erlangen.
Es referieren: Sascha Hach und Maria Lohbeck von ICAN Deutschland, dem deutschen Zweig der weltweit aktiven Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Nuklearwaffen.